Was kostet Leuchtreklame? Die Preisfaktoren im Überblick

„Was kostet so ein Schild?“ ist die Frage, die wir am häufigsten hören, meist noch bevor feststeht, welches Schild es werden soll. Eine ehrliche Antwort auf die Frage, was Leuchtreklame kostet, gibt es erst, wenn klar ist, was gebaut wird. Jedes Schild ist eine Einzelanfertigung, und zwei Schriftzüge mit derselben Breite können sehr unterschiedlich aufwendig sein. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Faktoren den Preis bestimmen, wo du sinnvoll sparen kannst und wie du schnell zu einem verbindlichen Angebot kommst. Welche Bauarten es gibt, siehst du in der Übersicht alle Schildarten für Firmen.

Kurz gesagt

Der Preis für Leuchtreklame hängt vor allem von Bauart, Grösse und Buchstabenhöhe, der Zahl der Buchstaben, der Beleuchtungsart und dem Material ab. Dazu kommen Montage, Elektroanschluss und gegebenenfalls die Bewilligung. Einen verlässlichen Preis bekommst du nur mit Logo, Wandfoto und Massen. Wir erstellen dir dafür eine kostenlose Designvorschau mit Angebot.

Warum es keine seriöse Preisliste gibt

Stell dir zwei Schilder vor, beide 2 m breit. Das eine ist ein Leuchtkasten mit deinem Logo als Druck auf der Front. Das andere ist ein Schriftzug aus vierzehn einzeln gebauten Leuchtbuchstaben mit Halo, jeder mit eigener Aluminiumzarge, eigenen LEDs und eigener Verkabelung. Gleiche Breite, völlig anderer Aufwand.

Deshalb führen Preise „pro Buchstabe“ oder „pro Meter“ fast immer in die Irre. Sie stimmen für ein Standardbeispiel und passen dann nicht zu deinem Logo. Wir kalkulieren jedes Schild einzeln, auf Basis deiner Datei und deiner Wand.

Die Preisfaktoren im Detail

1. Die Bauart

Das ist der grösste Hebel. Einen ausführlichen Vergleich der Bauarten findest du im Ratgeber Leuchtkasten oder Leuchtbuchstaben. Grob nach Aufwand sortiert:

  • Unbeleuchtete Werbeblende aus Aluminium mit Druck oder Folie: die schlankeste Lösung und tagsüber genauso gut lesbar.
  • Leuchtkasten: ein Gehäuse, eine Front, LED-Module dahinter. Bei grossen Flächen effizient, weil die ganze Front als eine Einheit gebaut wird. Mehr dazu beim Leuchtkasten nach Mass.
  • Einzelne Leuchtbuchstaben: Jeder Buchstabe ist ein eigenes kleines Bauteil mit Zarge, Front, Rückwand und LEDs. Mehr Handarbeit, dafür die hochwertigste Wirkung an der Fassade. Siehe Leuchtbuchstaben mit LED.
  • Front- und Rückleuchter: Front und Halo leuchten getrennt, oft in zwei Farben. Das ist die aufwendigste Variante, weil jeder Buchstabe zwei Lichtsysteme bekommt. Sie lohnt sich vor allem auf dunklen Wänden, siehe Kombileuchter für dunkle Wände.

LED-Neon ist ein Sonderfall. Hier kannst du Text-Schilder im Konfigurator direkt mit Preis zusammenstellen; Logos kalkulieren wir nach deiner Datei. Mehr bei den LED-Neonschildern nach Mass.

2. Grösse und Buchstabenhöhe

Mehr Fläche heisst mehr Material, mehr LEDs und grössere Netzteile. Wie gross dein Schild sein muss, hängt vom Leseabstand ab. Unsere Faustregel: 1 cm Buchstabenhöhe pro Meter Betrachtungsabstand. Soll man deinen Namen von der anderen Strassenseite in 30 m Entfernung lesen, brauchst du also rund 30 cm hohe Buchstaben. Wie du die passende Höhe für deinen Standort ermittelst, zeigt unser Ratgeber zu Buchstabenhöhe und Betrachtungsabstand.

Die Grösse entscheidet aber noch etwas anderes: welche Elemente überhaupt leuchten können. Frontleuchter bauen wir ab etwa 15 cm Buchstabenhöhe, Front- und Rückleuchter ab etwa 10 cm. Feinere Unterzeilen setzen wir als Flachbuchstaben oder im UV-Druck um. Ein grösseres Format holt auch diese Zeile ins Licht und kostet entsprechend mehr. Umgekehrt ist das ein fairer Weg zu einem schlankeren Angebot: Die Unterzeile bleibt gedruckt sichtbar, nur eben ohne LED. Welche Mindesthöhen im Einzelnen gelten, erklärt der Ratgeber Welche Elemente leuchten.

3. Anzahl der Buchstaben und Komplexität des Logos

Bei Einzelbuchstaben zählt jedes Zeichen. „ATELIER“ hat sieben Buchstaben, „Friseursalon am Markt“ neunzehn. Dazu kommen Logos mit feinen Linien, Innenformen und Details, die konturgefräst und einzeln ausgeleuchtet werden müssen. Ein kompaktes Bildzeichen ist meist einfacher zu bauen als ein verschnörkelter Schriftzug.

4. Beleuchtungsart und Lichtfarbe

Frontleuchter, Halo oder beides; einfarbig oder RGB; eine Lichtfarbe oder zwei getrennte Farben für Front und Halo. Jede Option ändert den Aufbau. Bei RGB wechselt übrigens immer das ganze Schild gemeinsam die Farbe, nicht einzelne Buchstaben. Spezielle Wünsche wie Tag-Nacht-Folie (tagsüber schwarz, nachts weiss leuchtend) oder leuchtende Acrylzargen sind möglich und fliessen in den Preis ein.

5. Material und Oberfläche

Acryl, lackiertes oder pulverbeschichtetes Aluminium in deiner RAL-Farbe, gebürsteter oder polierter Edelstahl, Messing- oder Kupferoptik. Für ein Logo beleuchtet (Halo) am Empfang ist eine Acrylfront in Metalloptik eine elegante Alternative zu massivem Metall.

6. Innen oder aussen

Ein Schild an der Fassade muss Regen, Frost und UV-Strahlung über Jahre standhalten. Wetterfeste Gehäuse und für aussen geeignete LEDs sind aufwendiger als ein Schild für den Empfang. LED-Neon gibt es für überdachte Aussenbereiche als spritzwassergeschützte Variante.

7. Montage, Höhe und Zugang

Für ein Schild in 2,5 m Höhe reicht eine Leiter. Für einen Schriftzug über dem ersten Stock brauchst du Gerüst oder Hubsteiger, und das ist ein eigener Kostenpunkt. Auch die Wand spielt mit: Mauerwerk und Beton sind einfach, gedämmte Fassaden brauchen spezielle Montageelemente, die die Last durch die Dämmung leiten. Eine Montageschiene spart Bohrlöcher und bündelt die Kabel.

Wir montieren nicht selbst. Deine Lieferung kommt mit Bohrschablone in Originalgrösse, Anschlussplan und Befestigungsmaterial, und wenn du keinen Monteur hast, helfen wir dir, einen in deiner Nähe zu finden. Wie die Montage abläuft, steht in unserer Anleitung zum Montieren von Leuchtreklame.

8. Elektroanschluss

Leuchtbuchstaben, Leuchtkästen und beleuchtete Nasenschilder laufen über ein Netzteil am 230-Volt-Netz. Den Anschluss macht eine Elektrofachkraft. Plane ein, wo das Netzteil sitzt und wie weit es bis zur nächsten Leitung ist. LED-Neonschilder brauchen keinen Elektriker: Sie kommen mit Netzteil und Stecker, das Kabel ist standardmässig 2 m lang, längere Kabel fertigen wir auf Anfrage.

9. Bewilligung

Für viele Fassadenschilder brauchst du eine Baubewilligung, und die Gemeinde erhebt dafür Gebühren. Welche Regeln gelten, erklärt unser Ratgeber zur Bewilligung für Reklamen. Die Masszeichnung und die Visualisierung für den Antrag bekommst du von uns zu deinem Angebot dazu.

Was im Angebot enthalten ist

Wenn du Angebote vergleichst, vergleiche nicht nur die Endsumme. Frag bei jedem Anbieter nach denselben Punkten:

  • Gibt es eine Designvorschau auf deiner eigenen Fassade, bevor gefertigt wird?
  • Sind Netzteil, Befestigungsmaterial, Bohrschablone und Anschlussplan dabei?
  • Sind Versand, Zoll und Steuern enthalten, oder kommt bei der Lieferung noch eine Rechnung?
  • Welche Garantie gilt, und wird das Schild vor dem Versand getestet?

Bei uns sieht das so aus: Die Designvorschau ist kostenlos, gefertigt wird erst nach deiner Freigabe. Jedes Leuchtschild läuft vor dem Versand 24 Stunden im Dauertest. Wir liefern verzollt und versteuert direkt zu dir, ohne Nachzahlung an der Tür. LED-Neonschilder kommen mit Dimmer und Fernbedienung und 24 Monaten Garantie. Die Fertigung dauert bei LED-Neon etwa 2–3 Wochen nach Freigabe; für alle anderen Schildarten nennen wir dir den Liefertermin im Angebot.

Wo du sparen kannst, ohne an Qualität zu sparen

Am Material oder an der Verarbeitung sparen wir nicht. Wenn das Budget enger ist, passen wir lieber die Ausführung an, denn ein kleineres oder einfacheres Schild in voller Qualität wirkt besser als ein grosses, an dem gespart wurde. Diese Stellschrauben gibt es:

  • Etwas kleiner planen. Oft reicht eine Nummer kleiner für den tatsächlichen Leseabstand. Die Designvorschau zeigt dir, wie es an deiner Wand wirkt.
  • Weniger Elemente in LED. Unterzeile oder Slogan im UV-Druck oder als Flachbuchstaben, der Name leuchtet. Gedruckt sind diese Elemente ohnehin, das Schild wirkt trotzdem vollständig.
  • Eine Lichtart statt zwei. Auf einer hellen Wand reicht oft reiner Halo oder reiner Frontleuchter.
  • Bauart wechseln. Für einen langen Schriftzug kann ein Leuchtkasten oder ein Werbeschild beleuchtet mit Blende sinnvoller sein als Einzelbuchstaben.
  • Montage gut vorbereiten. Stromanschluss vorab legen lassen, Gerüst mit anderen Arbeiten an der Fassade teilen.

So bekommst du ein genaues Angebot

  1. Logo senden, am besten als Vektordatei (PDF, AI, EPS oder SVG). Ein JPG oder PNG reicht für den Anfang.
  2. Ein gerades Foto der Wand oder Fassade, mit einem Mass darin, etwa der Breite der Tür oder des Fensters.
  3. Die verfügbare Fläche und die Montagehöhe.
  4. Innen oder aussen und welche Lichtwirkung du dir vorstellst. Wenn du unsicher bist, beraten wir dich.
  5. Deinen Termin, etwa eine Eröffnung.

Daraus bauen wir eine Designvorschau: dein Schild massstäblich auf deinem Foto, mit klarer Angabe, welche Elemente leuchten und welche gedruckt sind. Dazu bekommst du ein verbindliches Angebot.

Häufige Fragen

Kann ich vorab eine grobe Preisspanne bekommen?

Wir nennen lieber gleich einen echten Preis für dein Schild. Mit Logo und Foto geht das schnell, und du planst mit einer Zahl, die auch stimmt.

Was kostet der Strom?

Wenig. LED ist sehr sparsam; ein mittelgrosser Leuchtkasten liegt meist unter 50 Watt. Mit einer Zeitschaltuhr leuchtet das Schild nur, wenn es gesehen wird.

Ist die Designvorschau wirklich kostenlos?

Ja, und unverbindlich. Du entscheidest erst danach, ob du bestellst.

Dein Preis, für dein Schild

Lade dein Logo und ein Foto deiner Wand in der kostenlosen Designvorschau hoch. Du bekommst eine Visualisierung auf deinem eigenen Gebäude und ein verbindliches Angebot, ohne Rätselraten. Noch Fragen? Viele Antworten findest du in unseren häufigen Fragen zu Leuchtreklame.

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