CE, TÜV SÜD, UL, RoHS: Was die Prüfzeichen auf Leuchtreklame bedeuten
Share
Ein Leuchtschild hängt jahrelang an deiner Wand, läuft oft viele Stunden am Tag und ist an das Stromnetz angeschlossen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf die Prüfzeichen. Sie sagen dir, ob die Elektrik geprüft ist und ob die verbauten Materialien den Vorschriften entsprechen. Hier erklären wir, was hinter den vier wichtigsten Zeichen steckt und welche davon unsere Schilder tragen.
Die vier Zeichen im Überblick
| Zeichen | Was es bedeutet | Wer es vergibt |
|---|---|---|
| CE | Das Produkt erfüllt die geltenden EU-Vorschriften, bei Leuchtschildern vor allem zu elektrischer Sicherheit und elektromagnetischer Verträglichkeit. | Der Hersteller erklärt die Konformität in einer EU-Konformitätserklärung. |
| TÜV SÜD | Eine unabhängige Prüfstelle hat Sicherheit und Inhaltsstoffe geprüft. | TÜV SÜD als externe Prüf- und Zertifizierungsstelle |
| UL | Geprüft nach US-amerikanischen Sicherheitsnormen, für Leuchtschilder nach UL 48. | UL, eine unabhängige US-Prüforganisation |
| RoHS | Bestimmte gefährliche Stoffe wie Blei, Quecksilber und Cadmium sind nur in sehr engen Grenzen enthalten. | EU-Richtlinie; die Einhaltung wird per Prüfbericht nachgewiesen. |
CE: Pflicht, aber kein Qualitätssiegel
Das CE-Zeichen ist für elektrische Produkte in der EU vorgeschrieben. Viele halten es für ein Prüfsiegel, doch in den meisten Fällen erklärt der Hersteller selbst, dass sein Produkt die Vorschriften erfüllt. Eine unabhängige Stelle muss dafür nicht zwingend prüfen. CE ist also die Mindestvoraussetzung, damit ein Schild in der EU verkauft werden darf, und sagt wenig über die Qualität darüber hinaus. So erklärt es auch die EU auf ihrem Portal Ihr Europa.
TÜV SÜD: unabhängig geprüft
Genau hier setzt ein TÜV-Zeichen an. TÜV SÜD ist eine unabhängige Prüf- und Zertifizierungsstelle mit Sitz in München. Anders als beim CE-Zeichen hat hier ein Dritter tatsächlich geprüft, nicht nur der Hersteller auf dem Papier bestätigt. Bei Leuchtschildern betrifft das zum Beispiel die LED-Leuchten selbst und, per Prüfbericht, die Frage, ob Schwermetalle, bromierte Flammschutzmittel und Weichmacher (Phthalate) innerhalb der RoHS-Grenzwerte liegen.
UL: der Standard für Nordamerika
UL steht für eine US-amerikanische Prüforganisation, deren Normen in den USA und Kanada als Maßstab für elektrische Sicherheit gelten. Für Leuchtschilder gibt es eine eigene Norm: UL 48 für elektrische Schilder. Sie prüft unter anderem Überlastschutz, Wärmeentwicklung und Feuchtigkeitsbeständigkeit. Für Kunden in Europa ist UL ein zusätzliches Qualitätsmerkmal, für Kunden in den USA oft entscheidend.
RoHS: weniger Schadstoffe
Die EU-Richtlinie RoHS (Richtlinie 2011/65/EU) beschränkt den Einsatz bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektronik, etwa Blei, Quecksilber, Cadmium, bestimmte Flammschutzmittel und Weichmacher. Für dich bedeutet das: Das Schild in deinem Laden, Büro oder Wohnzimmer enthält diese Stoffe nur in eng begrenzten Mengen, und es lässt sich später umweltgerechter entsorgen.
Welche Zeichen tragen unsere Schilder?
Die Fertigung unserer beleuchteten Schilder ist zertifiziert. Die Prüfungen dahinter haben unabhängige, akkreditierte Prüfstellen durchgeführt:
- UL nach UL 48 für Leuchtbuchstaben, Leuchtkästen und LED-Neonschilder.
- CE mit EU-Konformitätserklärung für Leuchtbuchstaben, Leuchtkästen und LED-Neonschilder.
- TÜV SÜD: technische Prüfung der LED-Leuchten und Prüfbericht zu den RoHS-Stoffen.
- RoHS-konform: Schwermetalle, bromierte Flammschutzmittel und Phthalate geprüft und bestanden.
Dazu kommen Montage- und Elektrokomponenten von 3M. Unbeleuchtete Schilder wie Acrylbuchstaben, Edelstahlbuchstaben oder Moos-Logos haben keine Elektrik und brauchen daher keine elektrische Zertifizierung.
Woraus unsere Schilder bestehen
- LED-Neon-Flex: flexible LED-Leuchtstreifen, die sofort und gleichmäßig leuchten, ohne Glas und ohne Gas. Mehr dazu bei den LED-Neonschildern.
- Acryl: präzise konturgeschnitten, als Rückplatte für LED-Neon, als Front von Leuchtbuchstaben und Leuchtkästen oder massiv als Buchstabe. UV-stabil für den Außeneinsatz.
- Aluminium: für die Zargen und Rückwände von Leuchtbuchstaben und für die Gehäuse von Leuchtkästen, lackiert oder pulverbeschichtet.
- Edelstahl: gebürstet oder poliert für Metallbuchstaben, rostfrei und langlebig.
- LED-Module und Netzteile: für eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne Lichtpunkte, bei LED-Neon ausgelegt auf rund 50.000 Betriebsstunden.
Geprüft, bevor es verschickt wird
Jedes beleuchtete Schild läuft vor dem Versand 24 Stunden am Stück im Dauertest. In dieser Zeit zeigen sich die meisten Fehler, etwa eine schwache LED oder ein Wackelkontakt, und werden behoben, bevor das Schild bei dir ankommt.
Worauf du beim Kauf achten solltest
- Frag nach, welche Zeichen das Schild trägt und für welche Produkte sie gelten.
- Ein CE-Zeichen allein bedeutet nicht, dass unabhängig geprüft wurde.
- Achte besonders auf das Netzteil: Es arbeitet mit Netzspannung und ist das sicherheitskritischste Bauteil.
- Für festinstallierte Schilder mit 230-Volt-Anschluss gilt: Den Anschluss macht immer eine Elektrofachkraft. Wie die Montage abläuft, erklären wir in unserer Montageanleitung.
Quellen
- Europäische Union: CE-Kennzeichnung (Ihr Europa)
- TÜV SÜD: Prüfzeichen und Zertifikate
- UL Standards: UL 48 – Standard for Electric Signs
- EUR-Lex: Richtlinie 2011/65/EU (RoHS)